Mitarbeiter finden in der ambulanten Pflege: Tipps & Tricks

Ein Team von Pflegekräften in hellblauer Arbeitskleidung steht lächelnd vor einem Einsatzfahrzeug und betrachtet ein Tablet

Der Bedarf an Pflegekräften wächst stetig, besonders in der ambulanten Pflege. Zahlen und Prognosen zeigen deutlich, wie dringend Pflegedienste handeln müssen:

  • Bis 2049 steigt der Bedarf an Pflegekräften in der ambulanten Pflege um rund 60 %
  • Die Babyboomer-Generation stellt aktuell einen großen Teil der Pflegekräfte
  • Bis 2034 gehen die meisten Babyboomer in Rente – dadurch werden rund 140.000 Pflegekräfte weniger zur Verfügung stehen
  • Viele Stellen in der ambulanten Pflege bleiben allerdings heute schon bis zu 6 Monate unbesetzt

Das zeigt: Die Personalgewinnung in der Pflege ist die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre.

Wie und wo lassen sich Pflegekräfte für die ambulante Pflege finden?

Mitarbeiter finden im ambulanten Pflegedienst braucht heute neue Wege. Klassische Stellenanzeigen allein reichen häufig nicht mehr aus.

Diese Kanäle und Maßnahmen können helfen:

  • Nutzung von Online-Stellenbörsen: Erstelle Stellenanzeigen auf verschiedenen Plattformen, z. B. Bundesagentur für ArbeitStepstone oder Indeed
  • Recruiting über Social Media: Sei auf Social Media aktiv und sprich Pflegekräfte über Facebook, Instagram oder TikTok an
  • Einführung von Empfehlungsprogrammen: Deine Mitarbeiter werben bekannte Pflegekräfte an und erhalten dafür eine Prämie
  • Ansprache von Pflegeschulen: Du kannst Pflegeschulen in der Nähe direkt kontaktieren und dich sowie deinen Pflegedienst vorstellen 
  • Erstellung einer Karriereseite: Erstelle eine Karriereseite mit einfachem Bewerbungsformular auf deiner eigenen Website
  • Anbieten von Praktika und FSJ: Biete Praktika und FSJ-Stellen an, um junge Menschen früh für die Pflege zu begeistern und potenzielle Nachwuchskräfte zu gewinnen
  • Arbeite mit spezialisierten Personalberatungen: Diese finden auf professionelle Weise Pflegekräfte und stellen sie dir direkt vor

Dein Bewerbungsprozess sollte außerdem schnell und unkompliziert sein, damit keine Hürden entstehen und sich Interessierte ohne Hemmungen bewerben können. Halte die Anforderungen möglichst niedrig, damit niemand im Prozess abspringt.

Wer konsequent in diese Maßnahmen investiert, kann langfristig Pflegekräfte für seinen ambulanten Pflegedienst gewinnen und dem Personalmangel gezielt entgegenwirken. Genauso wichtig ist es jedoch, die gewonnenen Pflegekräfte zu halten und aktiv in ihre Bindung zu investieren.

Warum ist Mitarbeiterbindung in der ambulanten Pflege wichtig?

Fehlende Fachkräfte führen schnell zu einer Abwärtsspirale:

  1. Offene Stellen bleiben zu lange unbesetzt
  2. Die Arbeitsbelastung steigt in der Zeit für das bestehende Team
  3. Die Arbeitsqualität sinkt durch Überlastung
  4. Frustration, Fluktuation und Krankheitsausfälle nehmen zu
  5. Verbleibende Pflegekräfte haben noch mehr zu tun

Dauerhafte Personalgewinnung in der Pflege ist teuer und zeitaufwendig. Nachhaltiger ist es, das bestehende Team zu halten und zu stärken.

Strategien, wie du Pflegekräfte langfristig an dein Unternehmen bindest, findest du in diesem RatgeberMitarbeiterbindung in der ambulanten Pflege stärken

Ein zentraler Faktor für die Mitarbeiterbindung ist die Arbeitsbelastung, der Pflegekräfte ausgesetzt sind. Studien zeigen, dass sich diese vor allem durch den Einsatz von Digitalisierung deutlich reduzieren lässt.

Wie fördert Digitalisierung die Mitarbeiterbindung?

Vorteile digitaler Arbeitsmittel:

  • Entlastung von Bürokratieaufgaben
  • Schnellere Abläufe
  • Verbesserte Pflegequalität
  • Mehr Zeit für persönliche Zuwendung
  • Weniger Belastung und Stress im Alltag

Fakten:

  • 60 % der Pflegekräfte sehen einen hohen Bedarf für mehr Digitalisierung in den Einrichtungen
  • Digitale Tools verbessern Arbeitsbedingungen und steigern so zusätzlich die Attraktivität als Arbeitgeber

Kurz gesagt: Wer digitale Prozesse ausbaut, kann langfristig Pflegefachkräfte gewinnen und binden. Dafür lohnt es sich, in eine umfassende digitale Lösung zu investieren, die alle wichtigen Funktionen bietet – wie zum Beispiel Bärcare.

Was wünschen sich Pflegekräfte?

Viele Pflegekräfte wünschen sich von digitalen Lösungen vor allem:

  • Einfache und schnelle Abläufe
  • Mehr Freiräume für persönliche Zuwendung für Klient:innen
  • Gute Integration in den Alltag, ohne den pflegerischen Kern einzuschränken

Genau hier setzt Bärcare an:

  • Digitale Tourenplanung und Dokumentation
  • Automatisierte Abrechnung
  • Intuitive Bedienung 
  • Nahtlose Integration in bestehende Prozesse

Alles mit dem Ziel, Pflegekräfte zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die eigentliche Pflege zu geben. So wird der Arbeitsalltag spürbar leichter und Pflegekräfte bleiben langfristig im Team.

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Literaturhinweise

Bleses, P. & Busse, B. (2020). Digitalisierung der Pflegearbeit in der ambulanten Pflege: Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten guter Arbeitsqualität. In P. Bleses, B. Busse & A. Friemer, Digitalisierung der Arbeit in der Langzeitpflege als Veränderungsprojekt (S. 49–64). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-60874-6_4

Bonin, H. (2019). Fachkräftemangel in der Gesamtperspektive. In K. Jacobs, Kuhlmey, S. Greß, J. Klauber & A. Schwinger, Pflege-Report 2019 (S. 61–69). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-58935-9_4

Kuhlmey, A., Blüher, S., Nordheim, J. & Zöllik, J. (2019). Ressource oder Risiko – Wie professionell Pflegende den Einsatz digitaler Technik in der Pflege sehen. In Zentrum für Qualität in der Pflege, Pflege und Digitale Technik. https://doi.org/10.71059/GKPJ8561

Pflegekräftevorausberechnung. (o. D.). Statistisches Bundesamt. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsvorausberechnung/pflegekraeftevorausberechnung.html

Senghaas, M. & Struck, O. (2023). Arbeits- und Personalsituation in der Alten- und Krankenpflege: Wie beurteilen Beschäftigte und Führungskräfte Belastungsfaktoren, Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten? In Econstor (Report No. 8/2023). Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Abgerufen am 3. April 2025, von https://doi.org/10.48720/IAB.FB.2308

Brönneke, J. B. & Debatin, J. F. (2022). Digitalisierung im Gesundheitswesen und ihre Effekte auf die Qualität der Gesundheitsversorgung. Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz65(3), 342–347. https://doi.org/10.1007/s00103-022-03493-3

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