Eines Nachmittags schleppte ich schwitzend rund 15 Kilo Papier in den dritten Stock eines Verwaltungsgebäudes. Im Gepäck: die Abrechnungen eines Pflegedienstes, für den ich arbeitete. Es war ein typischer Studentenjob; ich studierte zu der Zeit Informatik. 15 Kilo, das waren in meiner damaligen Recheneinheit circa 3 MB Speicherkapazität oder anders ausgedrückt: ein kleiner USB-Stick. Die ganze Verwaltung und Abrechnung fraß Zeit. Diese fehlte dann in der Pflege.
Wie die meisten Menschen, die in der Pflege arbeiten, wollte mein Team mit und für Menschen arbeiten. Der Papierkram war das lästige Übel. Als Informatiker wusste ich: Die Pflegearbeit kann ich nicht erleichtern, aber die Verwaltungsarbeit reduzieren. Ich begann zu programmieren. Zunächst ein reines Erfassungprogramm. Im Laufe der Zeit merkte ich, dass eine Erfassung nicht ausreicht, um für wirkliche Entlastung zu sorgen. So arbeitete ich weiter an dem Konzept und erweiterte es um die Themen Steuerung, Abrechnung und Factoring.
Durch meine Arbeit im Pflegedienst wusste ich, dass die Bedienung der Software intuitiv sein musste, denn die Pflegekräfte wechselten regelmäßig. So legte ich darauf den Fokus. Dann kam die Idee, Software und Hardware zu verbinden. Das lästige Installieren und die Kompatibilitätsprobleme entfallen. Eine weitere Erkenntnis betraf die Fortbildungspflichten. Auch die ließen sich mit der Lösung vereinbaren.
Und zu guter Letzt: Da ich genau weiß, wie knapp die Pflegepauschalen bemessen sind, war meine oberste Prämisse, dieses Produkt ohne Anfangsinvestitionen anbieten zu können. Das Ergebnis ist Bärcare.